Berner Umschau

Für Ärzte in der medizinischen Grundversorgung, die als Generalisten über ein breites medizinisches Wissen verfügen müssen, ist es fast unmöglich über die aktuelle Studienlage zu einer konkreten Fragestellung informiert zu sein. Selbst Spezialisten, deren Fachgebiete überschaubarer sind, bekunden Mühe und Mangel an der nötigen Zeit, über den Gartenzaun zu schauen und sich zu informieren, was in anderen Fachrichtungen aktuell ist. Zu Themen der konventionellen Medizin gibt es etliche Publikationen, die in kompakter Form über aktuelle Studien berichten. Im Bereich der Komplementärmedizin fehlt Vergleichbares, obwohl es aufgrund des grossen Patientenbedürfnisses nach ergänzenden Behandlungen mit Komplementärmedizin für Grundversorger und Spezialisten wichtig ist, über aktuelle Informationen darüber zu verfügen und diese auch im klinischen Kontext einordnen zu können. Daneben gibt es aus dem Grenzgebiet zwischen Humanmedizin und Sozial- und Geisteswissenschaften spannende Forschungsresultate, die im an zeitlichen Ressourcen knappen Praxisalltag kaum wahrgenommen oder als zu wenig (natur)wissenschaftlich betrachtet werden.

Die Berner Umschau will hier eine Lücke schliessen und in kompakter Form über aktuelle Studien aus dem Bereich der Komplementärmedizin und aus medizinischen «Randgebieten» abseits der klinischen Forschung informieren. Sie wird viermal pro Jahr als Printversion und für Abonnenten auch in elektronischer Form erscheinen.

Dr. med. Martin Frei-Erb, Herausgeber